AOK-Schulprojekt: „natürlich erleben“ mit der Jacob-Struve-Schule

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Horst/Barmstedt (20.07.2017) Unterricht im Grünen: Das neue AOK-Schulprojekt „natürlich erleben“ brachte in vier Tagen der 7 c der Jacob-Struve-Schule (JSS) aus Horst die Natur näher. Das soziale Miteinander der 29 Schülerinnen und Schüler, der Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft und der nachhaltige Umgang mit der Umwelt waren Hauptziele in der letzten Schulwoche vor den großen Ferien.

Sportwissenschaftlerin (M.A.) Saskia Voigtsberger: „Hier wird Schule zum Abenteuer im Freien mit spannenden Aktionen zu vier thematischen Schwerpunkten.“ Die Bewegungsberaterin der Gesundheitskasse erklärt, es ginge um Bewegung, soziales Miteinander, Umwelt und Entspannung. Konzipiert wurde das Projekt von der AOK NordWest und der Fakultät Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Als Projektpartner vor Ort unterstützt der Kreisjugendring Pinneberg e.V. die gesunde Aktion. Erlebnispädagoge Simon Schütt: „Diese Projekt trifft genau das Mittelmaß, was wir uns wünschen. Ein perfektes Zusammenspiel, nicht nur ein Übungskonzept, sondern mit dem Teamgedanken die Natur erleben.“ Zu seinem Team gehörten Annika Kulich und Jonas Gercken, die auch mit großem Engagement die verschiedenen Aktionen wie den Moorpfad, das Laufspiel Klothilde und das schwingende Tor unterstützten.

Das Schulprojekt setzt sich dafür ein, dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken – und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken wie Adipositas, Kreislauf-, Muskel- und Skeletterkrankungen. In den letzten Jahren zeigten zahlreiche Studien, dass Jugendliche im Alter von 13 und 15 Jahren an einem gravierenden Bewegungsmangel leiden, der ihre Gesundheit gefährdet. Gleichzeitig halten sich Jugendliche immer seltener in naturnahen oder natürlichen Räumen auf. Mangelnde Kenntnisse über die natürliche Umwelt und über ökologische Zusammenhänge sind die Konsequenzen. „Alle Einheiten des Projekts beinhalten Bewegung, Naturerlebnis und eine Reflexion für die nachhaltige Wirkung. Bei den Teambuildingmaßnahmen, der Bewegungsolympiade oder dem Naturerkundungsgang steht aber hauptsächlich der Spaß im Vordergrund. Denn nur über den Spaß wird auch die Nachhaltigkeit erreicht“, so Voigtsberger.
Durchhaltevermögen und gute Zusammenarbeit wurden von allen Schülern eingefordert, um als gesamte Klasse die verschiedenen Gruppenziele zu erreichen. Klassenlehrer Christian Feldhusen, der seine Gruppe seit der fünften Klasse kennt: „Für uns war es eine gute Möglichkeit, zwei neue Schüler in die Klasse zu integrieren. So haben wir das Schulprojekt gerne genutzt.“ Als Außenstehender konnte er seine Schülerinnen und Schüler unter einem anderen Blickwinkel sehen und war zum Teil auch sehr überrascht, wie sie in einigen Situationen agierten und reagierten.

Gemeinschaft erleben, lernen sich aufeinander im Team zu verlassen, die Natur kennenlernen und sich zu bewegen stand auf dem Stundenplan. Der eigene Lehrer nimmt lediglich eine Beobachterrolle ein und greift nicht während der Aktionen ein. Leif aus Kollmar: „Die Zeit hier ist so schnell vergangen, obwohl wir länger Unterricht hatten, der aber nicht so früh wie an unserer Schule anfing. Die Tage waren so cool.“ Der 13jährige freut sich demnächst auf seine Angelferien in Norwegen. Und auch dort will er die Natur genießen und das Erfahrene der letzten Tage anwenden. Auch seinen Mitschülern hat der besondere Unterricht gefallen. Meinungen wie „megatoll“ und die Frage „Wann machen wir das wieder?“ waren bei einer Feedback-Runde zu hören.

Das Fazit der letzten Schulwoche: Ein rundum gelungener Unterricht, der allen Beteiligten Spaß machte, viel Neues ausprobiert werden konnte und eine Zeit, in der die Jugendlichen wirklich stundenlang ohne Probleme auf ihr Handy verzichten konnten.