Arbeiten am „Haus der Technik“ werden fortgesetzt

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Foto: elmshorn.de

Rund vier Monate lang herrschte auf der Baustelle am Südufer Stillstand. Grund war die plötzliche Erkrankung von den sechs Arbeitern, die in der Baugrube ge-arbeitet haben. 

Trotz der in der unmittelbaren Nachbarschaft der Baustelle immer wieder vorgenommenen Boden-, Bodenluft- und Wasserproben – auch unmittelbar vor Beginn der Bauarbeiten ist noch einmal eine zusätzliche Analyse beauftragt worden – die allesamt keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen von Schadstoffen aufwiesen, kam es zu den Erkrankungen. Weil die Ursache hierfür noch nicht eindeutig zuordbar ist, wird jetzt in der Baugrube mit den höchstmöglichen Sicherheitsstandards gearbeitet. Oberstes Ziel ist, weitere Gefährdungen für die Mitarbeiter der Tiefbaufirma auszuschließen. Jetzt liegt ein modifiziertes abgestimmtes Sicherheitskonzept vor, in dem erhöhte Schutzmaßnahmen festgelegt wurden. Damit können die Arbeiten fortgesetzt werden.

Seit dem 23. Januar wurden vorbereitende Maßnahmen am „Haus der Technik“ durchgeführt. Die Bauarbeiten mit dem weiteren Ausbaggern der Baugrube, viel auch in Handarbeit, sind ab dem 13.02.2017 aufgenommen worden. Um erneute Erkrankungen sicher auszuschließen, müssen die Arbeiter unter anderem Schutzanzüge und Atemmasken tragen, die auch gegenüber Chemikalien resistent sind. Boden, Wasser und Luft an der Baugrube sollen weiterhin umfassend beprobt werden. Denn: Noch immer konnte nicht mit Sicherheit geklärt werden, wieso die Arbeiter Mitte 2016 erkrankt sind. Vermutlich stießen sie bei den Erdarbeiten in fünf bis sieben Metern Tiefe auf Schadstoffe, die in unerwartet hoher Konzentration vorlagen und in vorhergehenden Untersuchungen nicht lokalisiert werden konnten.

Insgesamt sind die Arbeiten nun um etwa sechs Monate im Verzug. Für die weiteren Projekte im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen sei das kein Problem, betont die Stadtentwässerung. Auch der ursprüngliche Zeitplan war großzügig bemessen; das Haus der Technik wird seine Funktion – unter anderem dient es als Regen- und Schmutzwasserpumpwerk – erst Ende 2018 aufnehmen müssen. Fertiggestellt werden soll das Gebäude aber bereits im Herbst 2017. Die notwendige maschinentechnische Ausrüstung soll bis August 2018 eingebaut werden.