Schüsse in Pinneberg

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Person mit Schreckschußwaffe schießt wahllos im Gebäude einer
städtischen Schlichtwohnung

Bad Segeberg (ots) – In der Nacht zum heutigen Donnerstag hat ein
Mann in Pinneberg im Gebäude einer städtischen Schlichtunterkunft
wahllos mit einer Waffe geschossen. Mehrere Zeugen haben gegen 01.40
Uhr über den Notruf die Polizei informiert und damit einen größeren
Einsatz ausgelöst.

Im Pinneberger Stadtteil Quellental in der Straße Thesdorfer Weg
hat ein Zeuge 3 Mal je 3 aufeinanderfolgende Geräusche wahrgenommen,
die sich wie Pistolenschüsse anhörten und daraufhin die Polizei
alarmiert. Weitere Zeugen meldeten ebenfalls Schüsse, so dass
insgesamt ca. 20 Schussabgaben erfolgt waren.

Gegen 01.42 Uhr ist der erste Streifenwagen in Sichtnähe am
Tatort, die eingesetzten Beamten melden, dass immer noch geschossen
wird und sichern das Umfeld. Ob vom Täter eine „scharfe“ Waffe
verwendet wird ist zunächst unklar. Weitere Streifenfahrzeuge treffen
ein und umstellen das Gebäude. Unter der Anschrift im Thesdorfer Weg
161 sind sechs Personen gemeldet.

Spezialkräfte der Polizei treffen um 02.45 Uhr ein und bereiten
den Zugriff vor. Der Tatort ist mittlerweile großräumig abgesperrt,
kein Fahrzeug- und Fußverkehr ist mehr möglich.

Wieviele Personen sich zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich im
Gebäude aufhalten ist in diesem Moment nicht bekannt. Spezialkräfte
betreten das Gebäude und lokalisieren nach Hinweisen ein Zimmer im
Obergeschoss der Schlichtwohnung. Durch überraschenden Zugriff konnte
ein polizeibekannter 31 jähriger türkischstämmiger Mann überwältigt
und festgenommen werden. In seinem Zimmer wurde auch eine Waffe mit
dazugehöriger Munition gefunden, es handelt sich dabei um einen
Schreckschußrevolver. Die Person wurde festgenommen und umgehend zu
den Tatvorwürfen verhört, ein Motiv ist derzeit noch nicht zu
erkennen. Geprüft wird bei dem Täter auch ein möglicher Einfluss von
Alkohol oder Betäubungsmitteln.

Eingesetzt waren sechs Streifenfahrzeuge, die Spezialkräfte der
Polizei (SEK) und Kräfte des Rettungsdienstes mit Notärzten.