Mit Riesenrad durch Kiel: Initiative sprach mit Politikern

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Fällt auf jeden Fall auf: Das riesige Radweg-Mahnmal wurde von den Aktivisten durch Kiel zum Landtag gezogen. Die Autofahrer nahmen es sehr gelassen. „Kieler kennen Demos“, so ein Aktivist

Amt Horst-Herzhorn | Kiel (tp) – Viel Aufsehen erregte die Radinitiative „Radweg Jetzt L168“ Mitte Juni in unserer Landeshauptstadt Kiel. 16 Aktivisten trafen sich zu einer spontanen Demonstration und zogen das große Radweg-Mahnmal auf einem Fahrgestell über 3000 Meter durch die Stadt. Das Ziel war das Landtagsgebäude.

Seit Jahren fordern die Anwohner der L168 zwischen Sommerland / Dükermühle und Herzhorn einen Radweg (Moin Holstein berichtete). Eigentlich sollte mit dem Bau des Radweges an der engen und gefährlichen Landstraße im Jahre 2002 begonnen werden, doch die A20 Trasse, die die L168 queren wird,  sollte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen.

Politiker stellten sich den Fragen und stellten neue Gespräche in Aussicht
Politiker stellten sich den Fragen und stellten neue Gespräche in Aussicht

Hans J Arp (Mitglied des Landtags/CDU) betonte, dass gerade im Bereich dieser A20-Trasse alles für die Anwohner getan werden müsse. Arp gilt als Unterstützer der Initiative.

Neben Arp kamen auch die Abgeordneten Bernd Voß und Detlef Matthiessen von den Grünen aus der Landtagssitzung zur Radweginitiative und stellten sich dem Gespräch. Voß beharrte auf der Forderung der Landesregierung, dass die betroffenen Gemeinden sich an den Kosten des Radweges beteiligen müssten. Dies lehnte die Sommerländer Bürgermeisterin Helga Ellerbrock ab. An der Landstraße sei das Land allein für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer verantwortlich, so Ellerbrock.

Während der Versammlung kam auch der Verkehrsminister Meyer (SPD) hinzu und wurde von der Initiative an seine Worte bei der Landtagssitzung im Mai erinnert. Meyer sprach dort von der „Versöhnung mit den A20 Betroffenen“. Nun hätte er die Betroffenen vor sich und könne seinen Worten Taten folgen lassen, hieß es aus der Gruppe. Der Minister bot daraufhin den Gemeinden Sommerland und Herzhorn sowie der Initiative ein neues Gespräch an, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Diesen Vorschlag werteten die Aktivisten als hoffnungsvolles Signal.

Moin Holstein wird weiterhin über das Thema „Radweg Jetzt L168“ berichten.