Glückstadt: Politessen kein Freiwild!

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Pressemitteilung der Stadt Glückstadt

Gilt auch für Facebook: Politessen sind kein Freiwild

Dass die für die Stadt Glückstadt tätigen Verkehrsüberwacherinnen keinen leichten Job haben, kann vermutlich jeder nachvollziehen, der sich schon mal über ein Knöllchen geärgert hat. Die Politessen sind es daher gewohnt, dass man ihnen nicht immer freundlich und entgegenkommend begegnet. Aber das, was kürzlich wieder auf Facebook von einigen Usern gepostet worden ist, sprengt jeden Rahmen menschlichen Anstands. Verkehrsüberwacherinnen werden als „Miststück“ und „widerliches Frauenzimmer“ beschimpft  und  auf die angeblich „ironisch“ gemeinte Bemerkung „beim Erblicken Gas geben und darauf zu lenken“ wird geantwortet: „Du kannst sie nicht alle töten.“

„Solche Bemerkungen sind einfach widerlich“, sagt dazu Bürgermeister Gerhard Blasberg. „Wer sich zu Unrecht behandelt fühlt, kann dies bei den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses vorbringen, aber Beleidigungen und Schmähungen gegenüber den Verkehrsüberwacherinnen sind nicht hinnehmbar. Wir werden Fälle, die den Tatbestand der persönlichen Beleidigung erfüllen, zur Anzeige bringen.“

Der Stadtverwaltung ist sich darüber im Klaren, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken, wie z.B. Facebook, nicht der Wunsch nach sachlicher Information im Vordergrund steht. Unverständnis von und Kritik an behördlichem Handeln brauchen anscheinend ein Ventil. Wenn dabei aber die üblichen Regeln menschlichen Anstands verletzt werden, sollten die Netzwerknutzer hiergegen ihre Stimme erheben. Denn ansonsten wird Rohheit und Gewalttätigkeit in der Sprache schleichend zur „Normailtät“.

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Thorsten Pahlke Herausgeber, Redaktion, der Moin Holstein. Auflage: 25.000 Exemplare Erscheinungsweise: monatlich Verteilgebiet (Direktverteilung): Horst, Kiebitzreihe, Elmshorn (partiell), Kl Offenseth/Sparrieshoop, Barmstedt, Glückstadt, Klein Nordende, Kölln-Reisiek Anzeigen- & Redaktionsschluss: 20. des Monats